Verfilmungen
Gleichzeitig mit Erscheinen der Buchausgabe wird auch bereits an der ersten Verfilmung gearbeitet, im März 1930 läuft der Stummfilm Stud. chem. Helene Willfüer in der Regie von Fred Sauer mit den Schauspielstars Olga Tschechowa und Ernst Stahl-Nachbaur in den Hauptrollen in Deutschland an. Er wird mit dem Prädikat „künstlerisch anerkennenswert“ ausgezeichnet (Anonym 1938) und von der Kritik gefeiert (vgl. z. B. Anonym 1931a, Anonym 1931b, Anonym 1931c, F. H. 1930). 1936 folgt eine französische Verfilmung in der Regie von Jean-Benoît Lévy mit Madeleine Renaud als Hélène und 1956 eine weitere deutsche Produktion in der Regie von Rudolf Jugert mit Ruth Niehaus und Hans Söhnker als Protagonist*innen. Studentin Helene Willfüer bringt wie die Romanvorlage verschiedene Frauenbilder – die Neue Frau der Weimarer Republik, die Trümmerfrau der unmittelbaren Nachkriegszeit, die biedere, konservative Frau der 1950er Jahre sowie emanzipatorische Momente der unmittelbaren Gegenwart – zusammen und zeigt deren Potenziale und Grenzen auf (vgl. Perinelli 2010).
Veronika Hofeneder
Literatur
- Anonym 1931a - Anonym: Aus den Lichtspielbühnen. Stud. chem. Helene Willfüer. In: Salzburger Volksblatt, 1.2.1931, 13f.
- Anonym 1931b - Anonym: [Filmkritik Stud. chem. Helene Willfüer]. In: Salzburger Chronik für Stadt und Land, 31.1.1931, 8.
- Anonym 1931c - Anonym: [Filmkritik Stud. chem. Helene Willfüer]. In: Salzburger Wacht, 31.1.1931, 6.
- Anonym 1938 - Anonym: Was bringt der Film? In: Tiroler Anzeiger, 29.1.1938, 9.
- F. H. 1930 - F. H.: [Filmkritik Stud. chem. Helene Willfüer]. In: Grazer Tagblatt, 12.6.1930 8.
- Perinelli 2010 - Massimo Perinelli: Studentin Helene Willfüer – Liebe und Arbeit in Zeiten der Beherrschtheit. In: Das Geschlecht der Wissenschaften. Zur Geschichte von Akademikerinnen im 19. und 20. Jahrhundert. Hg. v. Ulrike Auga u. a. Frankfurt/Main 2010, 203–218.
