Rezeption

Die zeitgenössische Rezeption des Romans Menschen im Hotel, der Ende Juli 1929, nur einen Monat nach der letzten Folge des Vorabdrucks in der Berliner Illustrirten Zeitung als Buch in einer Startauflage von 35.404 Exemplaren erschien (vgl. Gruber 2011, 180), wurde überlagert durch Kritiken der Inszenierungen von Vicki Baums Stückfassung des Textes.

Bereits am 16.1.1930 feierte das Theaterstück Menschen im Hotel seine Uraufführung in Berlin (Deutsches Theater im Theater am Nollendorfplatz, Regie: Gustaf Gründgens); am 10.5.1930 folgte die Premiere am Deutschen Volkstheater in Wien (Regie: Rudolf Beer), in dessen Orchester Baum einst selbst Harfe gespielt hatte (vgl. all. 1930). Häufig wurden in den Theaterkritiken dabei Vergleiche zum Roman angestellt, der einigen Kritiker*innen zu diesem Zeitpunkt aber auch (noch) gar nicht bekannt war (vgl. j. st. 1930).

 

Zeitgenössische Rezeption des Romans

Baums „scharfsichtig[]“ (Wied 1929) beobachteter „große[r] Zeitroman“ über das „Berlin von heute“ mit „seinem Tempo und seiner besonderen Luft“ (Gpp. 1929) wurde in der Regel positiv für das „wesentlich Großstädtische[]“ (Kläger 1930), sein „[w]underbar gestaltet[es] […] Nebeneinander der Schicksale“ (Anonym 1929) bzw. den „kühnen scharfen Querschnitt durch die gleichzeitige Existenz mehrerer Menschen im Augenblick, wo sie durch die Drehtür eines Hotels zueinandergewirbelt werden“, als „vielleicht Vicki Baums bester, zum mindesten mit seinen tiefen menschlichen Hintergründen ihr umfassendster Roman“ (Anonym 1930a) rezensiert. Der „packende […] moderne Roman“ halte „große Vergleiche aus“ (H–g. 1929) und werde „den internationalen Erzählern angelsächsischer und französischer Zunge ernsthafte Konkurrenz bereiten“ (Wied 1929).

In einer Rezension von Baums Werken aus der achtbändigen Ullstein-Ausgabe von 1931, welche auch Menschen im Hotel enthält, erwähnt Franz Trescher in den österreichischen Blättern für sozialistisches Bildungswesen unter dem zeitpolitisch aktuellen Oberthema ‚Kleinbürgertum und Illusion‘ 1932 auch Baums Roman, indem er diesem eine dezidiert gesellschaftskritische Ausrichtung attestiert:

[…] da der Kleinbürger im Arbeiter nur sich selber wiederfindet und nicht das Prinzip der gesellschaftlichen Umwälzung, so bleibt ihm aus der Vertracktheit seiner Lage nur Flucht übrig, Flucht in Abenteuer, in Romantik, in Illusion. Vicki Baum hat in einigen gültigen Romanen diese Fluchtversuche dargestellt. […] Menschen auf der Flucht vor sich selbst und ihrer Welt sind auch die „Menschen im Hotel“. (Trescher 1932, 144)

Der Rezensent plädiert so nicht zuletzt dafür, Baums Werk nicht einseitig und vorschnell („mit einer Handbewegung“) als „Massenware, Unterhaltungsliteratur“, „Kitsch“ abzutun, sondern, um der Autorin „gerecht zu werden, ab[zu]sehen von den Kompromissen, die sie mit dem Literaturmarkt schließt“, da ihr Werk von diesen „nicht zersetzt wird“ (Trescher 1932, 143). Das annonciert bereits der Titel seiner Sammelrezension, welcher der Autorin „Talent und Betrieb“ bescheinigt (Trescher 1932, 143; Hervorh. J. B.).

 

Zeitgenössische Rezeption der Theaterfassung im Vergleich zum Roman

Die Inszenierungen des Theaterstücks hingegen (das in der „Endgültigen Fassung“ von 1930 wiederum auf den Untertitel verzichtete) erhielten, zumindest im deutschsprachigen Raum, eher negative Kritiken, welche ganz die von Trescher bemängelte Einseitigkeit aufweisen.

Im Unterschied zum „vorzüglichen“, „spannenden, vibrierenden“, „glänzend[en]“ und „flottgeschriebenen“ Roman (Lothar 1930; T[uschak] 1930; Tuschak 1930; tr. 1930) würden die Menschen, die hier noch „so ungemein lebendig waren, […] auf der Bühne manchmal zu Schemen“ (Lothar 1930). Dadurch leide „die psychologische Durcharbeitung der einzelnen Charaktere“, erscheine „manches unmotiviert und zu sprunghaft“, obwohl der Rezensent im gleichen Atemzug zugeben muss, dass es sich eigentlich ja auch „nur [um] aneinander gereihte Episoden“ handele (tr. 1930).

Kenne man den Roman nicht, so ebenfalls die Meinung der Baums Werk durchaus wohlgesonnenen Helene Tuschak, leitende Redakteurin des Neuen Wiener Tagblatts und Ehefrau von Baums Jugendliebe Carl Lafite (vgl. Nottelmann 2007, 151), dann erscheine das Stück der „hochbegabte[n]“ Autorin (T[uschak] 1930) „noch leerer, unkünstlerischer, kinohafter, gedrehte Bilder mit flacher Symbolik“ (Tuschak 1930). Statt mit der „Schilderungskunst des Buches“, so ein anonymer Rezensent der Illustrierten Kronen-Zeitung (1930b), habe man es geradezu mit einem „kitschige[n], mitunter recht geschickt gemachte[n] Sprechfilm“ zu tun (so auch, bereits titelgebend, Bauer 1930), sodass es sich eher empfehle, „den Roman zu lesen“. Trotz des „bestechende[n]“ Einfalls einer Ansammlung unterschiedlichster Menschen im Hotel liefere die Inszenierung von Baums Theaterfassung statt ‚verdichteter Dichtung‘ lediglich eine, wenngleich „interessante Reportage, […] ohne in den seelischen Raum zu dringen. […] Und auch die Handlung des ‚Schau‘-Spiels bleibt im Rahmen von Typenfiguren […]: der arme Buchhalter ausgerechnet aus der Provinz, der Hochstapler ausgerechnet ein Baron, die Tänzerin ausgerechnet eine Russin und so weiter“ (D. R. L. 1930).

Verkannt wurde so die neusachliche Ausrichtung des Textes, welche im Roman eigens reflektiert wird, sowie die von Baum, dem Untertitel gemäß, bewusst als Klischees eingesetzten, „abgedroschensten“ Kolportageelemente (2019, 454). In einer eher naturalistisch als an Brecht orientierten Theaterinszenierung indes, die dies – gemäß der idealtypischen „Absolutheit“ des neuzeitlichen Dramas gegenüber Autor*in und Publikum (Szondi 1968, 15f.) – unkommentiert mimetisch als Handlung präsentiert, konnten sie wohl nur und allein in ihrer „Zweidimensionalität“ als „Oberfläche“ (D. R. L. 1930) und „knallige[] Betriebsamkeit“ (Ullmann 1930) erfahren werden. Denn „der Schein des Theaters […] betrügt nicht“ (Götz 1930), „da niemand da ist, sie [die Gestalten] mit zwei Randbemerkungen apart zu schildern“ (Ullmann 1930).

Das verband sich mit einer sowohl in Berlin wie in Wien auf „‚Sensation‘“ (T[uschak] 1930) angelegten Regie und Bühnentechnik – insbesondere der permanente Einsatz der Drehbühne zum temporeichen, Simultaneität suggerierenden Szenenwechsel und die effektvolle Lichtgestaltung durch Spotlights wurden immer wieder hervorgehoben, und zwar ebenso bewundernd wie abwertend als „Mätzchen modernster Regietechnik“ (tr. 1930). Sie wirkten mehr als das immerhin „[m]it allen Finessen einer modernen Szenenmontage“ (Anonym 1930c) versehene Stück (vgl. T[uschak] 1930), welchem zudem „ein starker Spannungsbogen vom Schieber- zum Nuttenschicksal nicht abzusprechen“ sei (Saßmann 1930, 29).

Die Autorin scheine „eine Art Courths-Mahler für die besseren Stände zu sein, für das Vorderhaus, für die Bel-Etage, für Berlin W, für die ‚Dame‘ mit und ohne Anführungszeichen“ (Götz 1930). Bei der Uraufführung in Berlin betrat die „kluge, erfindungsreiche Romanschriftstellerin“, die sich für Arthur Eloesser in der Vossischen Zeitung von 1930 „auch auf der Bühne [durch] viel Welt- und Menschenkenntnis“, gepaart mit einem „kultivierten Dialog“ bewährte, nach dem zweiten Akt selbst die Bühne, und zwar „mit einer freimütigen Sicherheit und Eleganz“ (so auch die Beobachtung von Tuschak [1930] bei der Wiener Premiere), „als ob sie zu den geborenen Menschen im Theater gehörte“ (Eloesser 1930). In ihrem Werk sei „der ganze zivilisatorische Fortschritt und aller schriftstellerische Komfort der neuesten Zeit eingebaut“ (Götz 1930), allerdings „in der Retorte publikumssicherer Gesinnung gezeugt, […] und in der Atmosphäre der Magazin- und Revuemode aufgewachsen“ (D. R. L. 1930): „Der geistige Horizont der sechzehn Bilder reicht […] nur bis zur nächsten Lichtreklame. Die Verfasserin verwechselt offenbar den Blick durchs Schlüsselloch einer Hoteltür mit Weltanschauung, Telephonverbindungen mit Schicksalsverkettung, Pack mit Menschheit“, kommentierte 1930 der österreichische Journalist Hanns Saßmann (1930, 29), der nur vier Jahre später in Berlin erfolgreich einen Antrag auf seine Aufnahme in die Reichsschrifttumskammer stellen sollte und 1938 NSDAP-Mitglied wurde (vgl. Autengruber u. a. 2013, 77f.).

Anbiederung an den (kleinbürgerlichen) Massengeschmack, „[p]roduziert nach dem Maßstab gerissener Zeitungsmanager, deren […] Literaturideale jenseits des Atlantik liegen“ (Offenburg 1930), bemängelten aber auch Stimmen aus der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung ebenso wie die maßgeblichen bürgerlich-liberalen Theaterkritiker Alfred Kerr und Ludwig Marcuse (vgl. Nottelmann 2007, 148f.). Angesichts einer solch fatalen Einmütigkeit quer durch alle politischen Lager konnten „diese Vicki Baum-Menschen im Hotel“ schließlich zur regelrechten Chiffre für eine „der Materie verfallenen Welt“ mit ihren „teils geistreich, teils fesch […] drauflosschwätzenden Marionetten“ werden (Anonym 1932).

Dieser negative Eindruck beruhte einerseits auf der (falschen) Erwartungshaltung, im Theater die epische Breite des Romans präsentiert zu bekommen und andererseits auf einer Diskrepanz zwischen dem innovativen Einsatz von Drehbühnen- und Lichttechnik und einem eher tradiert-psychologisierenden Darstellungsstil der Schauspieler*innen. Statt die von Baum bewusst eingesetzten Kolportageelemente der Handlung und die (neusachliche) Typenhaftigkeit der Figuren (ironisch-kritisch) auszustellen sowie mit ihrer tendenziellen Vermenschlichung zu konfrontieren, um damit einen Bruch der Stereotypen zu erzeugen (worauf nicht zuletzt Baums ausführliche und als ‚wichtig‘ hervorgehobene Regieanweisungen in ihrem Dramentext immer wieder hinweisen), „mühten sich“ die Darsteller*innen, auch bei Inszenierungen in der Schweiz, „nach bestem Vermögen“ um „Verlebendigung“ ihrer Figuren (wti. 1930), „um aus Schatten, Menschen zu machen“ (L. Ein. 1930) – daran könne „sich die Komödie selbst ein Beispiel nehmen“ (Ullmann 1930; ein ähnliches Schicksal erfuhr kurze Zeit später auch Baums Komödie aus dem Schönheitssalon Pariser Platz 13, deren Uraufführung 1931 an den Berliner Kammerspielen, erneut in der Regie von Gründgens, dem renommierten Theaterkritiker Herbert Jhering nun Anlass bot, gleich über Baums gesamtes Schaffen das Verdikt einer kosmetisch geschönten Literatur fragwürdig-trivialer Unterhaltung zu verhängen; vgl. Bertschik 2012, 203f.).

Ein Gespür für eine adäquate(re) Bühnenumsetzung von Menschen im Hotel erwies dagegen Kurt Offenburg in seiner Theaterkritik einer Aufführung im Neuen Theater, Frankfurt/Main 1930, die ohne Drehbühne auskommen musste: „Die R e g i e (Ernst H e l d) blätterte den 16-teiligen Bilderbogen mit einer Tiefsinnigkeit um, als gälte es ein neues Evangelium zu predigen. Tempo, Leichtigkeit und szenenweise Ironie (aber nicht zu schüchtern), vielleicht würde dann diese Kreuzung aus Kolportage und Beinahe-Literatur erträglicher“ (Offenburg 1930). Die damit häufig einhergehende Kritik an Kino-ähnlichen, US-amerikanischen Elementen und mondäner Urbanität dieses „Serienzugstück[s]“ (Anonym 1930c) und „Welterfolg[s], made in U.S.A.“ (M. M. 1932) enthielt darüber hinaus kulturkonservative und modernitätsfeindliche Tendenzen einer Literatur- und Theaterkritik im Vorfeld des ‚Dritten Reichs‘.

Ohne jedoch weiter zwischen Theaterinszenierung und (Roman-)Text zu unterscheiden, etablierte sich daraufhin das (Vor-)Urteil, Menschen im Hotel sei lediglich effektvolle, oberflächliche Kolportage, verfasst von einer massenliterarisch orientierten (Ullstein-)Autorin. Es prägte noch Baums spätere, negative Rezeption als trivialer Unterhaltungsliteratin (vgl. Holzner 1984, 233f.), was sich erst gegen Ende der 1980er Jahre sukzessive zu ändern begann (vgl. Fuld 1989).

 

Literaturwissenschaftliche Rezeption

Vor allem die Untersuchungen der US-amerikanischen Literaturwissenschaftlerin Lynda J. King hoben nun die neusachlichen Elemente des Romans (in ideologischer wie ästhetischer Hinsicht) hervor: „a speedy ride in an automobile, an airplane flight, a five o’clock tea dance to American jazz music, and a boxing match“ (King 1988, 154–208, hier 187) – mit Ausnahme der Tanzszene fehlten sie in der Theaterfassung. Daran schlossen sich eine Vielzahl von Auseinandersetzungen mit ‚typischen‘ Aspekten der 1920er Jahre wie Inflation, Großstadt, Technik, Mode, Hochstapelei, neuen Frauen- und Männertypen, Tanz, Boxsport, Weltkriegsinvaliden usw. an (vgl. v. a. Fuld 1989, 156–158; Becker 1999/2000; Mund 2021, 63–111; Bertschik 2005, 259f.; Saletta 2005; Pfannkuche 2013, 128–153, 188–206; Streitler-Kastberger 2022, 36–41; Günther 2023; Bertschik 2026; Mohi-von Känel 2013, 108–114). Die modische „Verwandlung“ Kringeleins (181) sowie die „karrierebeflissene[] Eleganz“ Flämmchens (209) sind dabei auch auf Baums Imagewechsel bei Ullstein zum Idealtyp der Neuen Frau bezogen worden (vgl. King 1988, 184–186; Wilkes 2012, 160f.).

Darüber hinaus interessierte das Hotel mit seinen kommerzialisierten Formen der Gastlichkeit und seiner symbolisch aufgeladenen Architektur als besonderer Schauplatz, insbesondere für weibliche Figuren, moderner ‚Akteur‘ und Sinnbild gesellschaftlichen Lebens zahlreiche themenbasierte Untersuchungen, auch im Vergleich mit Baums späteren Hotelromanen ihrer Exilzeit (Hotel Shanghai 1939; Hotel Berlin ’43 1944) sowie anderen Beispielen dieses von Baum zwar nicht erfundenen, jedoch international popularisierten und kanonisierten Genres (vgl. v. a. Fuld 1989; Seger 2005, 257–443; Matthias 2006, 173–198; Wichard 2007; Bertschik 2009, 327–331; Pfannkuche 2013). So wurden etwa in Japan Filmhandlungen, die an einem einzigen Ort spielen, nach dem Titel der Hollywoodverfilmung von Baums Roman als ‚Grand Hotel-Methode‘ bezeichnet (vgl. Kashiwagi-Wetzel 2019, 322). Der damit verbundenen Form der ‚group novel‘ und der Baum-typischen, erfolgsstrategischen Kombination unterschiedlicher Erzählforme(l)n widmete sich die narratologische Analyse Nicole Nottelmanns (2002, 140–195).

Weitere Forschungsinteressen lagen bislang vor allem im Bereich der medialen Transformationen des Romans für Bühne und Film (vgl. Thunecke 1992; King 1999; Quaresima 2016), seiner im Text selbst thematisierten „filmisch[en]“ Ästhetik (128; vgl. King 1988, 154–208; Capovilla 2004, 90–99; Quaresima 2016, 66–69) sowie einer kritischen Auseinandersetzung mit der trivialliterarischen Rezeptionsgeschichte von Baums Bestseller (vgl. King 1985; Schüller 2022).

Denn „[p]aradoxerweise“, so resümiert Eckhard Gruber seine Ausführungen zur Erfolgsgeschichte von Baums Roman, ist „gerade die massenhafte Verbreitung ihrer Titel wie Menschen im Hotel eine der Hauptursachen dafür gewesen, dass – trotz des Verbots ihrer Bücher im Dritten Reich und unabhängig vom je vorherrschenden literarischen Kanon – das Interesse an ihrem Werk weiterlebte. Das hat in letzter Konsequenz schließlich dazu geführt, dass die literarischen Qualitäten ihrer Schriften wieder entdeckt und mittlerweile auch gewürdigt werden“ (Gruber 2007, 111).

Julia Bertschik

Literatur

  • all. 1930 - all.: Vicki Baum ist heute aus Afrika nach Wien gekommen. Aus dem „kältesten Erdteil“ zu ihrer Premiere. In: Wiener Allgemeine Zeitung, 11.5.1930, 3.
  • Anonym 1929 - Anonym: Viki [!] Baum, Menschen im Hotel [Rez.]. In: Club-Organ des Österreichischen Touring-Club: Offizielle Nachrichten 9, 1929, 8.
  • Anonym 1930a - Anonym: Bücher, die man lesen sollte. In: Die Frau und Mutter 1, 1930.
  • Anonym 1930b - Anonym: Theater und Kunst. In: Illustrierte Kronen-Zeitung, 13.5.1930, 10f.
  • Anonym 1930c - Anonym: Vicki Baum: „Menschen im Hotel“. Uraufführung im Theater am Nollendorfplatz, Berlin. In: Duisburger General-Anzeiger, Abend-Ausgabe, 24.1.1930, 438.
  • Anonym 1932 - Anonym: Fritz von Unruh: Zero. Eine Komödie [Rez.]. In: Das Tage-Buch 13, 24, 11.6.1932, 925.
  • Autengruber u. a. 2013 - Peter Autengruber u. a.: Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“. Wien 2013. www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf (11.10.2024).
  • Bauer 1930 - Julius Bauer: Sprechfilm im Deutschen Volkstheater oder „Menschen im Hotel“. In: Der Morgen, 12.5.1930, 8.
  • Baum 2019 - Vicki Baum: Es war alles ganz anders. Erinnerungen [1962]. Köln 22019.
  • Becker 1999/2000 - Sabina Becker: Großstädtische Metamorphosen. Vicki Baums Roman Menschen im Hotel. In: Jahrbuch zur Literatur der Weimarer Republik 5, 1999/2000, 167–194.
  • Bertschik 2005 - Julia Bertschik: Mode und Moderne. Kleidung als Spiegel des Zeitgeistes in der deutschsprachigen Literatur (1770–1945). Köln u. a. 2005.
  • Bertschik 2009 - Julia Bertschik: Zwischen männlichem Tauschobjekt und lebendigem Gastgeschenk. Die Figur der ‚Gästin‘ bei Arthur Schnitzler, Stefan Zweig und Vicki Baum. In: Gastlichkeit. Erkundungen einer Schwellensituation. Hg. v. Peter Friedrich und Rolf Parr. Heidelberg 2009, 317–332.
  • Bertschik 2012 - Julia Bertschik: Die Ironie hinter der Fassade. Vicki Baums neusachliche Komödie aus dem Schönheitssalon „Pariser Platz 13“ (1930) [2006]. In: Vicki Baum: Pariser Platz 13 [1930]. Eine Komödie aus dem Schönheitssalon und andere Texte über Kosmetik, Alter und Mode. Hg. v. Julia Bertschik. Aktualisierte Fassung. Berlin 2012, 192–216.
  • Bertschik 2026 - Julia Bertschik: „Writin’ is fightin’“. Vicki Baum und das Boxen. In: Eine Wiener Schule in Berlin 1900–1933. Hg. v. Elana Shapira. Berlin und Boston 2026, 219–229.  
  • Capovilla 2004 - Andrea Capovilla: Entwürfe weiblicher Identität in der Moderne. Milena Jesenská, Vicki Baum, Gina Kaus, Alice Rühle-Gerstel. Studien zu Leben und Werk. Oldenburg 2004.
  • D. R. L. 1930 - D. R. L.: „Menschen im Hotel.“ Schauspiel in 15 Bildern von Vicki Baum. In: Tagblatt [Graz], Abendausgabe, 6.10.1930, 5.
  • Eloesser 1930 - Arthur Eloesser: „Menschen im Hotel“. Theater am Nollendorfplatz (Gastspiel des Deutschen Theaters). In: Vossische Zeitung, Abend-Ausgabe, 17.1.1930.
  • Fuld 1989 - Werner Fuld: Die Drehtür als Schicksalsrad. Über Vicki Baum: Menschen im Hotel (1929). In: Romane von gestern – heute gelesen. Bd. 2: 1918–1933. Hg. v. Marcel Reich-Ranicki. Frankfurt/Main 1989, 153–158.
  • Götz 1930 - Richard Götz: „Menschen im Hotel“. Komödie von Vicki Baum – Deutsches Volkstheater. In: Der Tag, 13.5.1930, 7.
  • Gpp. 1929 - Gpp.: V. Baum: „Menschen im Hotel“. In: Vossische Zeitung, 21.7.1929.
  • Gruber 2007 - Eckhard Gruber: Weder Adlon noch Eden – sondern Ullsteinhaus, dritter Stock. Die Entstehung von Vicki Baums Bestseller „Menschen im Hotel“. In: Grand Hotel. Bühne der Literatur. Hg. v. Cordula Seger und Reinhard G. Wittmann. München und Hamburg 2007, 101–111.
  • Gruber 2011 - Eckhard Gruber: Was wird mein Roman einst sein, ohne daß ‚einhundertfünfzigtausendstes‘ drauf steht? Vicki Baums Roman „Menschen im Hotel“ und der Ullstein Verlag. In: Ullstein Chronik. 1903–2011. Hg. v. Anne Enderlein. Berlin 2011, 179–189.
  • Günther 2023 - Rocio Lilliana Günther: „Wir tanzten und tanzten zu jeder Zeit“. Der Tanz in Vicki Baums Werken 1920–1950. Göttingen 2023.
  • H–g. 1929 - H–g.: Vicki Baum, Menschen im Hotel [Rez.]. In: Der Querschnitt 9, 10, 1929, 756.
  • Holzner 1984 - Johann Holzner: Literarische Verfahrensweisen und Botschaften der Vicki Baum. In: Erzählgattungen der Trivialliteratur. Hg. v. Zdenko Škreb und Uwe Baur. Innsbruck 1984, 233–250.
  • j. st. 1930 - j. st.: „Menschen im Hotel.“ Eine „sensationelle“ Volkstheaterpremiere. In: Kleine Volks-Zeitung, 11.5.1930, 27.
  • Kashiwagi-Wetzel 2019 - Kikuko Kashiwagi-Wetzel: Hotel als interkultureller Schauplatz. Eine west-östliche Perspektive. In: Wohnen und Unterwegssein. Interdisziplinäre Perspektiven auf west-östliche Raumfigurationen. Hg. v. Mechthild Duppel-Takayama u. a. Bielefeld 2019, 315–333.
  • King 1985 - Lynda J. King: The Image of Fame: Vicki Baum in Weimar Germany. In: The German Quarterly 58, 3, 1985, 375–393.
  • King 1988 - Lynda J. King: Best-Sellers by Design. Vicki Baum and the House of Ullstein. Detroit 1988.
  • King 1999 - Lynda J. King: Grand Hotel: The Sexual Politics of a Popular Culture Classic. In: Women in German Yearbook 15, 1999, 185–200.
  • Kläger 1930 - Emil Kläger: Großstadtromane. In: Neue Freie Presse. Morgenblatt, 19.1.1930, 27.
  • L. Ein. 1930 - L. Ein.: Deutsches Volkstheater. In: Freiheit!, 13.5.1930, 4.
  • Lothar 1930 - Rudolph Lothar: Berliner Theater. In: Neues Wiener Journal, 22.1.1930, 11.
  • M. M. 1932 - M. M.: Berliner Theater. In: Neue Zürcher Zeitung, Mittagausgabe, 20.9.1932, Bl. 5.
  • Matthias 2006 - Bettina Matthias: The Hotel as Setting in Early Twentieth-Century German and Austrian Literature. Checking in to Tell a Story. Rochester und Woodbridge 2006.
  • Mohi-von Känel 2013 - Sarah Mohi-von Känel: Krieg und Gesicht. Sprachen der Entstellung bei Erich Kuttner, Joseph Roth und Vicki Baum. In: Nachkriegskörper. Prekäre Korporealitäten in der deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Hg. v. Sarah Mohi-von Känel und Christoph Steier. Würzburg 2013, 97–114.
  • Mund 2021 - Verena Mund: Brücke, Switchboard, Theke – Working Girls vor Ort. Bielefeld 2021.
  • Nottelmann 2002 - Nicole Nottelmann: Strategien des Erfolgs. Narratologische Analysen exemplarischer Romane Vicki Baums. Würzburg 2002.
  • Nottelmann 2007 - Nicole Nottelmann: Die Karrieren der Vicki Baum. Eine Biographie. Köln 2007.
  • Offenburg 1930 - Kurt Offenburg: Menschen im Hotel. 16 Bilder von Vicki Baum. Erstaufführung im Neuen Theater, Frankfurt a. M. In: Salzburger Wacht, 16.6.1930, 7.
  • Pfannkuche 2013 - Patrick Pfannkuche: Vicki Baums Romane: Mode, Hochstapelei, Sexualität. Kassel 2013.
  • Quaresima 2016 - Leonardo Quaresima: Menschen im Hotel. Ein multipler Text. In: Film-Bühne Hotel. Begegnungen in begrenzten Räumen. Redaktion: Swenja Schiemann und Erika Wottrich. München 2016, 61–78.
  • Saletta 2005 - Ester Saletta: Die Sprache der Mode in dem Roman „Menschen im Hotel“ (1929) von Vicki Baum. In: Zeitschrift für Literaturwissenschaft und Linguistik 35, 137, 2005, 132–145.
  • Saßmann 1930 - Hanns Saßmann: Deutsches Volkstheater. Premiere: „Menschen im Hotel“. Sechzehn Bilder von Vicki Baum. In: Neues Wiener Journal, 11.5.1930, 28f.
  • Schüller 2022 - Liane Schüller: „Flirrende Insektenexistenzen“. Zur Anatomie von Klassikern des Middlebrow-Genres. In: Text + Kritik 235, 2022: Vicki Baum. Hg. v. Julia Bertschik u. a., 28–35.
  • Seger 2005 - Cordula Seger: Grand Hotel. Schauplatz der Literatur. Köln u. a. 2005.
  • Streitler-Kastberger 2022 - Nicole Streitler-Kastberger: Geschlechter, Waren, Räume. Vicki Baum, die Neue Frau und der Neue Mann in Hotel, Schönheitssalon und Warenhaus. In: Text + Kritik 235, 2022: Vicki Baum. Hg. v. Julia Bertschik u. a., 36–44.
  • Szondi 1968 - Peter Szondi: Theorie des modernen Dramas. Frankfurt/Main 51968.
  • Thunecke 1992 - Jörg Thunecke: Kolportage ohne Hintergründe: Der Film Grand Hotel (1932). Exemplarische Darstellung der Entwicklungsgeschichte von Vicki Baums Roman Menschen im Hotel (1929). In: Die Resonanz des Exils. Gelungene und mißlungene Rezeption deutschsprachiger Exilautoren. Hg. v. Dieter Sevin. Amsterdam und Atlanta 1992, 134–153.
  • tr. 1930 - tr.: Menschen im Hotel. Erstaufführung im Deutschen Volkstheater. In: Reichspost, 12.5.1930, 5.
  • Trescher 1932 - Franz Trescher: Vicki Baum oder Talent und Betrieb. In: Bildungsarbeit. Blätter für sozialistisches Bildungswesen 19, 5, 1932, 143–145.
  • T[uschak] 1930 - H[elene] T[uschak]: Deutsches Volkstheater. In: Neues Wiener Tagblatt, 11.5.1930, 12.
  • Tuschak 1930 - Helene Tuschak: „Menschen im Hotel.“ Komödie von Vicki Baum. – Erstaufführung im Deutschen Volkstheater. In: Neues Wiener Tagblatt, 12.5.1930, 2.
  • Ullmann 1930 - Ludwig Ullmann: Hotel auf der Drehbühne. Volkstheater: Vicki Baums „Menschen im Hotel“. In: Wiener Allgemeine Zeitung, 13.5.1930, 5.
  • Wichard 2007 - Norbert Wichard: Wohnen und Identität in der Moderne. Das erzählte Hotel bei Fontane, Werfel und Vicki Baum. In: Einschnitte. Identität in der Moderne. Hg. v. Oliver Kohns und Martin Roussel. Würzburg 2007, 67–83.
  • Wied 1929 - Martina Wied: Vicky Baum: Menschen im Hotel [Rez.]. In: Wiener Allgemeine Zeitung, 9.7.1929, 5.
  • Wilkes 2012 - Geoff Wilkes: Beneath the Glitter. Berlin, the New Woman and Mass-Market Fiction in Vicki Baum’s Menschen im Hotel. In: Beyond Glitter and Doom. The Contingency of the Weimar Republic. Hg. v. Jochen Hung u. a. München 2012, 148–161.
  • wti. 1930 - wti.: Schauspielhaus. „Menschen im Hotel“ (11. Dez.). In: Neue Zürcher Zeitung, Morgenausgabe, 13.12.1930, Bl. 3.