Jape im Warenhaus (1931 [1928])
Publikationsgeschichte
Der erste Buchdruck von Jape im Warenhaus in Vicki Baums Novellensammlung Die andern Tage von 1931 (S. 213–241) scheint auch die Vorlage der späteren Buchdrucke bei Kiepenheuer & Witsch gewesen zu sein: so für den Abdruck in Baums Novellensammlung Die Strandwache (Köln und Berlin: Kiepenheuer & Witsch 1953, S. 229–259) sowie in ihrem Erzählungsband Der Weihnachtskarpfen (Köln: Kiepenheuer & Witsch 1993, S. 86–111 und 2021, S. 99–129). Bereits 1928 erschien eine Zeitschriftenpublikation des Textes in Velhagen & Klasings Monatsheften (42, 6, Februar 1928, S. 633–642) sowie 1935 eine von Alfred Jesionowski herausgegebene, in neun Kapitel unterteilte sowie mit Erläuterungen und Aufgaben für den schulischen Gebrauch versehene Einzelausgabe der Erzählung in der deutsch-polnischen Reihe „Bibljoteczka Niemiecka“ (Serja II, Tomik 46, Lwow und Warszawa: Książnica-Atlas 1935); unter dem Titel Untergang, den die Autorin für „viel besser“ hielt (Brief an J. C. Witsch, [1].1.1953, HAStK-RBA, Best. 1514, A 13, [Bl. 1]), existiert zudem ein undatiertes Typoskript (27 unpag. Bl.) in Baums Nachlass (AdK, Nr. 31).
Außer der für den Schulgebrauch gekürzten Ausgabe von 1935, die vor allem auf Japes Beziehung zu Magda und die ausführliche Beschreibung des Aktbildes verzichtet, unterscheiden sich die übrigen Druckfassungen, neben wenigen bedeutungsvariierenden Wortabweichungen, lediglich in Rechtschreibung und Interpunktion. Dabei nimmt im Verlauf der Publikationsgeschichte der Erzählung bei Kiepenheuer & Witsch die Vereinheitlichung der Verwendung einfacher bzw. doppelter Anführungszeichen für die Gedanken- und Redeanteile des Protagonisten, deren unterschiedliche Handhabung die zunehmende Desorientierung der Titelfigur jedoch formal unterstützt, sowie die Einsparung von gliedernden Absätzen und Leerzeilen immer weiter zu.
Die Fassung des Typoskripts, in der Anführungszeichen und Leerzeilen in der Regel ganz fehlen, ist demgegenüber ausführlicher. Das betrifft vor allem: die Beschreibung des Armenviertels, das Ähnlichkeiten zum jüdischen Viertel in Baums Erzählung Raffael Gutmann (1922 [1911]) aufweist (s. „Themen und Strukturen“); die stärker sexualisierte Konnotation der weiblichen Kleiderpuppen und der Krawatte als Warenfetisch (s. „Themen und Strukturen“); die (relativierende) Charakterisierung von Japes Vorhaben als Handeln unter einem „Zwang“ (AdK, Nr. 31, [Bl. 7, Bl. 11]); die „treue[] Pflichterfüllung“ bei „spärlich[er]“ Bezahlung des Warenhauswächters [Bl. 20f.]; Japes „wahrhaft ungeheuerliche Lust“ beim Niederschlag des Wächters [Bl. 22]; Japes Genuss bei der Zerstörung all dessen, „was man nicht besitzen kann“ [Bl. 24], konfrontiert mit der zweckfreien, da „unbenützbaren und reinen Schönheit der Kunst“ am Beispiel des Renaissancebildes [Bl. 19].
Die damit einhergehende Tendenz zur Vereindeutigung wird im Typoskript zudem durch die gesperrte bzw. unterstrichene Hervorhebung symptomatischer Wörter (‚haben‘, ‚erlebt‘, ‚muss‘, ‚Lebendigen‘, ‚denken‘) unterstützt. Japes Hassrede gegen Reichtum im Überfluss richtet sich durch die großgeschriebene Anredeform „Ihr“ [Bl. 18] direkt an die Besitzenden (wohl auch unter den potenziellen Leser*innen); der letzte Absatz über Japes Untergang verbleibt im unmittelbar dramatisierenden Präsens. Die Druckfassung, die hier wieder ins distanzierende Präteritum des Handlungsverlaufs wechselt, wirkt demgegenüber, auch durch die Unterteilung des Textes in einzelne kürzere Sätze, elliptisch verknappter und ist stilistisch überarbeitet (Wortwiederholungen und Inkonsistenzen wurden vermieden, Verbindungslinien stärker herausgearbeitet).
Themen und Strukturen
Vicki Baums „packende Erzählung“ Jape im Warenhaus, so Rezensionen von 1928 über den Abdruck in Velhagen & Klasings Monatsheften (Anonym 1928a; Anonym 1928b), gehört zum relativ jungen Genre der sozialkritischen Warenhaus- und Konfektionsprosa. Sie entsteht im deutschsprachigen Raum Anfang des 20. Jahrhunderts, im Zuge von Naturalismus und Neuer Sachlichkeit, parallel zur großstädtischen Ausbreitung des Massenkonsums über die Warenhäuser mit ihrem neuartigen Angebot an seriell produzierter Konfektionskleidung (vgl. Bertschik 2005, 152–155, 217–228).
Literarisches Vorbild war Émile Zolas Roman Au bonheur des dames (1883), der sich auf das schon seit 1852 bestehende Pariser Kaufhaus Le Bon Marché bezog und auf Deutsch unter dem Titel Das Paradies der Damen bekannt geworden ist. Mit dem Titel ihres Feuilletons Das Vier-Dollar-Paradies, das 1931 in der Ullstein-Zeitschrift Die Dame erscheint, knüpft Baum an diesen berühmten Vorläufer aus Frankreich an, wenn sie hier nun aus eigener Anschauung ihrer ersten USA-Reise (anlässlich der Verfilmung von Menschen im Hotel), die preisgünstige Warenfülle eines der „Woolworth Buildings“ in New York als „Paradies für die kaufende Frau“ ankündigt und so mit Amerika zugleich einen weiteren wichtigen Vertreter der Warenhauskultur benennt (Baum 2018, 249; vgl. Stürzebecher 1979, 17f.). Eigene Recherchen im traditionsreichen amerikanischen Kaufhaus Wanamaker verarbeitet Baum nach ihrer Emigration in die USA 1932 schließlich in ihrem kapitalismuskritischen Warenhausroman Der große Ausverkauf (1937), dessen Titel sich auf Käuflichkeit und Vermarktung, Ausstellen und Ausgestelltwerden der Waren wie der Angestellten gleichermaßen bezieht (vgl. Bertschik 2006; Streitler-Kastberger 2022, 40–43).
In der Regel stehen dabei Frauen – als Verkäuferinnen und Kundinnen, aber auch als Kleptomaninnen (vgl. MagShamhráin 2013) – im Vordergrund des Interesses, sodass Baums Entscheidung, einen männlichen Protagonisten ins Zentrum ihrer Erzählung Jape im Warenhaus zu stellen, eine „signifikante Abweichung von [diesen] diskursiven Konventionen“ (Erdle 2012, 97) bezeichnet, die den Konsum, insbesondere von Modeartikeln, als ‚typisch weiblich‘ adressieren und stigmatisieren. Das nächtlich leere Warenhaus bildet hier außerdem weder einen für das Genre typischen Mikrokosmos unterschiedlicher sozialer Schichten, wie etwa in Margarete Böhmes Berliner Warenhausroman W.A.G.M.U.S. (1911), noch lässt es sich wie dieser exakt verorten, da schon dessen Umschlaggestaltung die Wertheim-Fassade von Alfred Messels 1896 am Leipziger Platz in Berlin entstandenem, Aufsehen erregenden Mauerpfeilerbau aufruft (vgl. Bertschik 2005, 153). Allerdings verweisen viele Details – so der neben weiteren Höfen zentrale Lichthof mit Glasdecke und allegorischen weiblichen Statuen sowie das auf den prächtigen Teppichsaal verweisende Teppichlager des auch bei Baum fünfstöckigen, mit Aufzug und Drehtür ausgestatteten Gebäudekomplexes – auf dieses, nach seiner letzten Erweiterung 1927 (also nur ein Jahr vor der Erstpublikation von Baums Text) größte Warenhausgebäude in Europa. Eine spektakulärere, elektrisch beleuchtete Schaufensterfassade wies in der Leipziger Straße jedoch das 1900 fertiggestellte Warenhaus Tietz auf (vgl. Stürzebecher 1979, 27–33).
Zeittypische Warenhäuser in Paris und Berlin
Lassen die Berliner Dialektanklänge der Figuren ebenfalls auf den Schauplatz Berlin schließen, wo Baum seit 1926 als Zeitschriftenredakteurin und Autorin des Ullstein Verlags wohnte, so erinnert die Ausflugsgegend Jape Flunts (am Fluss mit Karussells und Luftschaukeln auf dem Heimweg) eher an den Prater aus Baums Geburtsstadt Wien. Auch der im Typoskript Untergang noch ausführlicher beschriebene Kontrast zwischen Stadt und Armenviertel, wo Magda als Kindermädchen bei einer jüdischen Familie arbeitet („er [Jape] wanderte tief in sich versunken davon, bog in die dunklen Gässchen seines Viertels ein– ach, sie waren an diesem Abend viel dunkler und ärmer als sonst“; AdK, Nr. 31, [Bl. 5]), lässt an Baums (Wiener) Ghettoerzählung Raffael Gutmann denken. Der Name des Protagonisten Jape Flunt verweist darüber hinaus auf Amerika, lässt sich aber auch berlin-brandenburgisch verorten, wo ‚jap(p)en‘ für ‚mit offenem Mund starren‘ und ‚nach Luft schnappen‘ steht (vgl. Wiese 1996, 56; Baum selbst spricht vom „Untergang des kleinen Jappe“ in dieser nicht „sehr gute[n] Geschichte“; Brief an J. C. Witsch, 24.2.1953, HAStK-RBA, Best. 1514, A 13).
Wichtiger scheint für Baums Warenhauserzählung die soziale Typisierung ihrer Titelfigur als uneheliches, an Rachitis leidendes Proletarierkind aus der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Sein Schicksal entspricht durchaus dem „Kinderelend“, wie Gustav Böß es in seiner 1923 publizierten Schrift über Die Not in Berlin. Tatsachen und Zahlen beschrieben hat (20–25). Böß (1873–1946) leitete in den 1920er Jahren die Regierungsgeschäfte Berlins und mag daher ein mögliches Vorbild für Baums am Ende den Schauplatz der Brandstätte betretende Figur des Oberbürgermeisters gewesen sein. Dies liegt auch insofern nahe, als auf derselben (unpag.) Seite, auf welcher der Zeitschriftenabdruck von Baums Erzählung Der letzte Tag in der Morgenausgabe der Vossischen Zeitung am 16.2.1922 beginnt, der Vortrag Oberbürgermeister Böß über Berlins Nöte angekündigt wurde. Im Oktober 1928 initiierte Böß zudem die Aktionswoche „Berlin im Licht“, um u. a. mit zahlreichen elektrisch illuminierten Schaufenstern die Fortschritte moderner Lichttechnik zu demonstrieren; seine Ehefrau profitierte durch den Erwerb verbilligter Luxuskleidung zu Bestechungszwecken durch die Gebrüder Sklarek angeblich von der sogenannten Pelzmantelaffäre (vgl. Engeli 1971, 226–247) – Ereignisse, die zwar erst kurz nach der Erstveröffentlichung von Jape im Warenhaus stattfanden, das soziokulturelle Umfeld des Textes jedoch genau charakterisieren.
Denn auch über sogenannte Stapelfenster-Dekorationen mythologisch mit Glücksversprechungen aufgeladener Waren (Füllhorn, Fortuna) bzw. über deren narrative Einbindung in filmisch-theatrale Wirklichkeitssimulationen naturalistisch gestalteter Schaufensterpuppen werden die Versprechungen einer modischen Transsubstantiation (vgl. Bertschik 2011, 340f. und 2019, 95), sich also durch das bloße Tragen bestimmter Kleidungsstücke in eine andere, vermeintlich bessere Existenzform ‚einzukaufen‘ und an der sakral inszenierten Aura der Produkte teilzuhaben, hier effektvoll im „skopischen Regime“ (Prokić 2023, XVI) der erleuchteten Schaufenster annonciert. Für Baums Schusterlehrling erfüllt sich dies allerdings nur auf illegalem Weg und, wie dann auch für den Provinz-Buchhalter Kringelein in Baums Bestseller Menschen im Hotel (1929) oder, auf andere Weise, für den Schauspieler Schlüter in Hans Falladas Angestelltenroman Kleiner Mann – was nun? (1932), lediglich als kurzfristige ‚Verwandlung‘. So, wenn Jape die im Schaufenster abgeguckte Mimik und Gestik der High Society vor seiner Freundin schon einmal ausprobiert und, in der Typoskriptfassung, selbst im leeren Warenhaus „wohl ein wenig“ in seiner neuen Garderobe „schauspielerte“ (AdK, Nr. 31, [Bl. 14]). Das Warenparadies dieser „‚Pseudo-Kathedrale‘“ (Stürzebecher 1979, 25) verkehrt sich für Jape zunehmend in sein Gegenteil, in eine „Hölle“ (279). Ihre Stationen der Lust, Völlerei, Gier, Zorn und Gewalt durchläuft er analog zu Dante Alighieris „Inferno“ aus dessen Göttlicher Komödie (Divina Commedia 1307–1321), jetzt allerdings als negativer „‚Coming of Commodification‘-Geschichte“, die zur „‚unerhörten Begebenheit‘ eines Klassenbewusstseins“ in der Novelle führt: „Aber ihr, ihr habt alles zu viel […] – ihr Fresser!“ (271f.; Prokić 2023, 319, 323).
Das „Überschießende der Materialität, der üppigen Stofflichkeit der Dinge“ bringt „den literarischen Text“ dabei aber auch „zum Schwelgen“ (Erdle 2012, 100), und zwar sowohl bei der Objektpräsentation wie bei ihrer „abjektiven Visualität“ (Prokić 2023, 324), dem „unmäßige[n] und abgründige[n] Genuß der Vernichtung“ (279). Die Desorientierung des Konsumrauschs teilt sich auch den Leser*innen mit, welche kaum noch unterscheiden können, in welcher Etage sich was befindet, ob Jape denkt oder spricht: „Der Schusterlehrling wird […] zu einer Art Zauberlehrling, dem die Dinge außer Kontrolle geraten. In Wirklichkeit gerät jedoch er selbst außer Kontrolle“ (Streitler-Kastberger 2022, 43). Seine Wahnvorstellungen vom Eigenleben der Dinge und einer „gespenstisch[en]“ (278) Wirkmächtigkeit der wächsernen Kleiderpuppen sind jedoch keinem Irresein geschuldet, wie noch in Georg Heyms expressionistischer Erzählung Der Irre (1911), wo die finale Steigerung des Wahnsinns der Titelfigur ebenfalls im Angesicht fantastischer Warenkumulation bei Wertheim stattfindet (vgl. Bertschik 2005, 152f.). Sondern sie beruhen in Baums Erzählung auf bereits zeittypischen Beobachtungen einer Handlungsmacht von Artefakten (vgl. Latour 2005, 63–86) und ihres spezifischen „Ausstellungswert[s]“ als Waren (Agamben 2005, 88f.), wie es in den 1920er Jahren z. B. auch von den Berlin-Flaneuren Franz Hessel oder Joseph Roth beschrieben und um die Jahrhundertwende vom Kulturphilosophen Georg Simmel vorgedacht worden ist (vgl. Bertschik 2013 und 2011; Erdle 2012, 90–95).
Das Kleidungsstück, das Jape Flunts Begehren auslöst, ist dafür geschickt gewählt: handelt es sich bei der Krawatte doch um ein spezifisch männliches, virilitätssymbolisches Attribut der eleganten Herrengarderobe (vgl. Bertschik 2016), dessen rein dekorative Funktion hier durch ein besonders buntes, seidenes und in seinem buchstäblichen Über-„[F]luß“ (257) vorgeführtes Exemplar zum Ausdruck kommt. Der erste Kontakt findet zufällig, aber als bedeutsamer „Zusammenstoß“ (257) statt, zunächst noch durch eine Glasscheibe geschützt. Er entspricht damit frühen ethnologischen Reiseberichten von der Erstbegegnung mit einem Fetisch (vgl. Bertschik 2013, 215f.), als der sich die zunehmend als wild, tierisch und sexuell konnotierte Ware der Krawatte erweist. Darauf wird in der Typoskriptfassung noch konkreter durch die „zunehmende Bezauberung und Besessenheit“ hingewiesen, in die der Schusterlehrling durch den Anblick der „Wunderkravatte“ gerät (AdK, Nr. 31, [Bl. 1, Bl. 4]). Jape „entzündet[]“ (257) sich augenblicklich an ihr, im doppelten Sinne einer Reaktion auf einen gefährlichen Reiz wie als Vorbote der den Text durchziehenden Lichtthematik (Schusterkugel, Radfahrlaterne, Bogenlampe) und -metaphorik von (Gold-)Glanz, Verlöschen und vor allem Feuer, das „am Schluss den ganzen Textraum erfasst haben“ wird (Erdle 2012, 89).
Schusterkugel, Karbidlampe, Bogenlampe
Bevor Jape im „Nichts“ (280) völliger Zerstörung von Warenhaus und Stadt versinkt, nimmt er, wie Heyms Figur des Irren, ein einziges Mal die privilegierte Vogelperspektive im obersten Stockwerk ein, theatral beleuchtet vom nun „rot […] entzündet[en]“ (280) Himmel des von ihm gelegten Feuers. Er wird damit zu einem Reichtum und Luxus anklagenden Gegentypus des selbstherrlichen Besitzers in Erich Köhrers Warenhaus Berlin. Ein Roman aus der Weltstadt (1909), der ein ganz ähnlich inszeniertes Schicksal erleidet (vgl. Bertschik 2005, 153). Ruft die Explosion der Benzintanks eines solch apokalyptischen Endes bei Baum zudem Erinnerungen an die katastrophischen Erfahrungen des Ersten Weltkriegs auf (der von Jape getötete Warenhauswächter ist bezeichnenderweise Kriegsinvalide), so entziffert Baums Warenhausnovelle in der Erscheinungsweise ihrer Objekte insgesamt, wie Birgit Erdle (2012, 100) resümiert, „Figuren des Schocks, der Häufung […] und der Kettenreaktion, die als Signum der Ereignisstruktur in der Moderne gelten“ können.
Julia Bertschik
Siglen
- AdK - Akademie der Künste, Berlin, Vicki-Baum-Archiv
- HAStK-RBA - Historisches Archiv der Stadt Köln, Kiepenheuer & Witsch-Nachlass
Literatur
- Agamben 2005 - Giorgio Agamben: Lob der Profanierung. In: Ders.: Profanierungen. Übers. v. Marianne Schneider. Frankfurt/Main 2005, 70–91.
- Anonym 1928a - Anonym: (Velhagen und Klasings Monatshefte). In: Neues Grazer Tagblatt, 1.2.1928, 11.
- Anonym 1928b - Anonym: Zeitschriften. In: Wiener Zeitung, 12.2.1928, 10.
- Baum 2018 - Vicki Baum: Das Vier-Dollar-Paradies [1931]. In: Dies.: Makkaroni in der Dämmerung. Feuilletons. Hg. v. Veronika Hofeneder. Wien 2018, 248–251.
- Bertschik 2005 - Julia Bertschik: Mode und Moderne. Kleidung als Spiegel des Zeitgeistes in der deutschsprachigen Literatur (1770–1945). Köln u. a. 2005.
- Bertschik 2006 - Julia Bertschik: „Das Paradies der Frau“. Zum Genre des Konfektionsromans in der Weimarer Republik. In: Garçonnes à la mode im Berlin und Paris der zwanziger Jahre. Hg. v. Stephanie Bung und Margarete Zimmermann. Göttingen 2006 (Querelles. Jahrbuch für Frauen- und Geschlechterforschung, Bd. 11), 89–103.
- Bertschik 2011 - Julia Bertschik: „Mr. Ford nimmt Pferde in Zahlung…“. Reklame als Alltagsdiskurs neusachlicher Ästhetik in Stefan Großmanns Zeitschrift Das Tage-Buch (1920–1933). In: „baustelle kultur“. Diskurslagen in der österreichischen Literatur 1918–1933/38. Hg. v. Primus-Heinz Kucher und Julia Bertschik. Bielefeld 2011, 331–348.
- Bertschik 2013 - Julia Bertschik: Auf den ersten Blick. Fetischismus und Theatralität bei Nestroy und Horváth. In: Erzählte Wirtschafts-Sachen. Ökonomie und Ökonomisierung in der Literatur und im Film der Weimarer Republik. Hg. v. Gregor Ackermann u. a. Bielefeld 2013 (Juni 2013, 47/48), 213–225.
- Bertschik 2016 - Julia Bertschik: Krawatte. In: Dies. u. a.: Am I Dandy? Anleitung zum extravaganten Leben. Berlin 2016, 98–109.
- Bertschik 2019 - Julia Bertschik: Oberflächenästhetik. Die Barbourjacke als zweite Haut in Christian Krachts Roman Faserland. In: Christian Krachts Ästhetik. Hg. v. Susanne Komfort-Hein und Heinz Drügh. Stuttgart 2019, 89–96.
- Böß 1923 - Oberbürgermeister [Gustav] Böß: Die Not in Berlin. Tatsachen und Zahlen. Berlin 1923.
- Engeli 1971 - Christian Engeli: Gustav Böß. Oberbürgermeister von Berlin 1921–1930. Stuttgart u. a. 1971.
- Erdle 2012 - Birgit R. Erdle: Die Masse der Dinge. Auftrittsformen des Objekts zwischen Literatur und Wissenschaft in der Moderne (von Vicki Baum und Georg Simmel). In: Zeitschrift für Germanistik N. F. 22, 1, 2012, 89–100.
- Latour 2005 - Bruno Latour: Reassembling the Social. An Introduction into Actor-Network-Theory. Oxford und New York 2005.
- MagShamhráin 2013 - Rachel MagShamhráin: The Ambivalence of the Department Store Kleptomaniac: On the Juridico-Medical Treatment of Cases of Middle-Class Female Theft around 1900. In: Das Berliner Warenhaus. Geschichte und Diskurse. The Berlin Department Store. History and Discourse. Hg. v. Godela Weiss-Sussex und Ulrike Zitzelsperger. Frankfurt/Main u. a. 2013, 63–91.
- Prokić 2023 - Tanja Prokić: Die literarische Moderne und das Neue Sehen. Eine Medien-Wissen-Konstellation. Paderborn 2023.
- Streitler-Kastberger 2022 - Nicole Streitler-Kastberger: Geschlechter, Waren, Räume. Vicki Baum, die Neue Frau und der Neue Mann in Hotel, Schönheitssalon und Warenhaus. In: Text + Kritik 235, 2022: Vicki Baum. Hg. v. Julia Bertschik u. a., 36–44.
- Stürzebecher 1979 - Peter Stürzebecher: Das Berliner Warenhaus. Bautypus, Element der Stadtorganisation, Raumsphäre der Warenwelt. Berlin 1979.
- Wiese 1996 - Joachim Wiese: Kleines Brandenburg-Berliner Wörterbuch. Hg. v. der Sprachwissenschaftlichen Kommission der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. Leipzig 1996.
